Die Situation

Obwohl die Augen am Abend zufallen, will sich im Bett kein Schlaf einstellen. Die Gedanken kreisen oder sie springen hin und her. Dies muss erledigt werden, was ist, wenn jenes nicht klappt? Habe ich alles für morgen vorbereitet?

Oder die nötige Bettschwere ist erreicht und erst einmal im Bett angekommen, stellt sich auch sehr schnell der gewünschte Schlaf ein. Aber bereits nach zwei oder drei Stunden ist die Nachtruhe vorbei.

Es scheint, als könnten Körper und Geist nicht mehr zur Ruhe kommen. Der Geist ist hellwach, die Gedanken nehmen ihre Arbeit auf. Mit jedem Blick auf den Wecker steigt der Druck, einschlafen zu müssen.

Es beginnt ein Teufelskreis. Was ist, wenn ich jetzt nicht schlafen kann? Ich muss doch morgen leistungsfähig sein, um den Anforderungen des Alltags gerecht zu werden. Ärger über das Wachliegen macht sich breit. Ein erneuter Blick auf den Wecker erhöht den Druck. Jetzt wird es aber allerhöchste Zeit einzuschlafen. Das Weckerklingeln rückt näher und näher und das Einschlafen in immer weitere Ferne.

Die Konsequenz

Wenn mehrere aufeinanderfolgende Nächte so ablaufen, stellen sich vermutlich bald die typischen Folgen andauernder Schlafstörungen ein:

  • Konzentrationsprobleme
  • depressive Verstimmung
  • Antriebs- und Interessenlosigkeit
  • Tagesmüdigkeit
  • Reizbarkeit
  • verlängerte Reaktionszeiten

Die Ursachen

Die Ursachen für Schlafstörungen sind vielfältig. Sie können beispielsweise Symptom einer körperlichen oder psychischen Krankheit sein, weshalb der erste Weg auch immer zu einem Arzt führen sollte, um diese Möglichkeit auszuschließen. Ebenso können Schlafstörungen aber auch auf eine Nichteinhaltung der Regeln zur Schlafhygiene zurückzuführen sein oder Folge einer dauerhaften, unbewältigten Stressbelastung sein.

DSC 6564Mit Tabletten in den Schlaf

Die Einnahme von Schlafmitteln führt häufig zu zusätzlichen Problemen. Oftmals kommt es auch bei frei verfügbaren Medikamenten zu sogenannten Hangover-Effekten, die die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit am Folgetag erheblich beeinträchtigen. Bei bestimmten verschreibungspflichtigen Präparaten können auch Abhängigkeitseffekte auftreten, die mit typischen Symptomen einer Suchterkrankung einhergehen. Durch eine Toleranzentwicklung kann es dazu kommen, dass der Körper nach und nach eine immer höhere Dosis benötigt, um in den Schlaf zu finden. Beim Absetzen der Medikamente treten dann Entzugserscheinungen auf, wie etwa Unruhe, Schlaflosigkeit oder Angst.  Fast alle Medikamente, die bei Schlafstörungen eingesetzt werden, beeinträchtigen darüber hinaus die Schlafphasen. Hierdurch fühlt man sich beispielsweise am nächsten Morgen nicht richtig erholt oder es fällt einem schwer, sich dauerhaft neue Dinge einzuprägen.

-> weiter zum Seminar