Die Situation

Der Tag ist ausgefüllt. Arbeit, Familienleben, Haushalt und Hobby haben ihren Anteil. Aufgaben und Herausforderungen müssen bewältigt werden. Trotz umfangreicher körperlicher und geistiger Belastung reicht der Tag oftmals nicht aus, um allem gerecht zu werden. Wenn der Abend kommt und man im Bett die wohlverdiente Erholung sucht, kreisen die Gedanken, aber an Schlaf ist nicht zu denken. Vielleicht gelingt es auch, ohne Mühe einzuschlafen, aber nach zwei oder drei Stunden ist die Nacht schon wieder vorbei. Hellwach und unfähig, wieder in den Schlaf zu finden. Das eigene Bett wird so zu einem Ort der unerfüllten Erwartungen, statt zu einem Refugium der Ruhe und Erholung.

So oder ähnlich ergeht es immer mehr Menschen in Deutschland!

Warum ist das so?

Die Ursachen können in anderen körperlichen oder seelischen Störungen liegen, wie zum Beispiel nächtlichen Atemaussetzern oder einer Depression. Vielfach handelt es sich aber auch um eine so genannte primäre Insomnie. Bei dieser Form der Schlafstörung liegt keine auslösende Grunderkrankung vor. In einer Zeit, in der wir ständig online sind und "im Gehen" unseren Kaffee trinken und unsere Mahlzeiten einnehmen, fehlt es vielfach an der Fähigkeit abends abzuschalten und zur Ruhe zu kommen. Eine dauerhafte Stressbelastung des Organismus kann sich chronifizieren und so das Individuum auch in ruhigeren Phasen in einer Alarmbereitschaft verharren lassen, die den Schlaf stört. Wobei sich der Stress im weiteren Verlauf nicht selten auch aus dem Nichtschlafenkönnen selbst ergibt, so dass sich die Betroffenen in einem Teufelskreis befinden.

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Leider bleiben viele primäre Schlafstörungen in ihren Ursachen unbehandelt und werden lediglich mit den verschiedenen Formen von Schlafmedikamenten symptomatisch therapiert. Wobei die Einnahme von Schlafmitteln selbst zum Problem werden kann. Oftmals führen auch frei verfügbare Medikamente zu sogenannten Hangover-Effekten, die die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit am Folgetag erheblich beeinträchtigen. Bei bestimmten verschreibungspflichtigen Präparaten können dann noch Abhängigkeitseffekte hinzukommen, die mit typischen Symptomen einer Suchterkrankung einhergehen. Fast alle Medikamente, die bei Schlafstörungen eingesetzt werden, beeinträchtigen darüber hinaus entweder die Tiefschlafphasen oder die REM-Schlafphasen. Dies kann nicht nur die Effizienz der körperlichen oder geistigen Erholung negativ beeinflussen, sondern beispielsweise auch das Ablegen von neuen Informationen im Langzeitgedächtnis.

Die Folgen

Zu den häufigsten Folgen von andauernden Schlafstörungen gehören:

  • Konzentrationsprobleme
  • Antriebs- und Interessenlosigkeit
  • Fehlreaktionen / Unfälle
  • Tagesschläfrigkeit
  • verlängerte Reaktionszeiten
  • Reizbarkeit / depressive Verstimmung

Diese Symptome beeinflussen nachhaltig die Arbeitsweise und das Befinden der betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Unternehmen.

 

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